Der China Garten

Garten der Freude

Der China Garten im Nepal Himalaya Park Wiesent ist ein Ort der Harmonie, der Ideale und des Friedens. Seit seiner Eröffnung im Jahr 2012 lädt er Besucher dazu ein, in die faszinierende Welt chinesischer Gartenkunst einzutauchen – in ein kunstvolles Zusammenspiel von Natur, Architektur und symbolträchtiger Gestaltung.

Schon beim Betreten des Gartens eröffnet sich eine Atmosphäre, die das Streben nach absoluter Harmonie widerspiegelt – ein zentraler Gedanke der traditionellen chinesischen Gartenkunst. Ziel ist es, dass der Mensch inmitten der Anlage Ruhe und Ausgeglichenheit findet. Architektur und Landschaft stehen dabei nicht im Gegensatz, sondern verschmelzen zu idealen Szenerien, die an gemalte Landschaftsbilder erinnern.

Nepal Himalaya Park, bestehend aus buddhistischer Stupa und hinduistischem Pavillon. Chinagarten mit Ehrentor aus Südchina und Glocke.

Ehrentor aus Südchina

Ein eindrucksvoller Blickfang ist das große Ehrentor aus Südchina. An ihm hängen mehrere in Dalian gefertigte chinesische Glocken, darunter Nachgüsse der ältesten Glocken der Welt aus dem Glockenmuseum in Peking sowie die große Friedensglocke, deren Vorbild anlässlich der Olympischen Spiele 2008 in Peking gegossen wurde. Wenn die Glocken erklingen, tragen sie die zentrale Botschaft des Gartens in die Welt: den Wunsch nach Frieden und Toleranz. Drachenmotive am Tor symbolisieren Kraft, Macht und Glück. Mystische Steinsäulen aus Nordwestchina unterstreichen die authentische Handwerkskunst und verleihen dem Eingangsbereich eine besondere Würde.

Tee-Pavillon

Typisch für die symbolreiche Gestaltung chinesischer Gärten verläuft der Weg zur steinernen Brücke nicht gerade, sondern bewusst schräg – nach altem Glauben können böse Geister nur geradeaus gehen und sollen so am Überqueren gehindert werden. Die Brücke führt zum kleinen Tee-Pavillon, einem detailgetreuen Nachbau aus dem kaiserlichen Garten von Suzhou. Hier eröffnet sich ein Ort der Besinnung: Die blühende Landschaft spiegelt sich in den sanften Bewegungen des Wassers und lädt dazu ein, innezuhalten und die Umgebung auf sich wirken zu lassen.

Nepal Himalaya Park, bestehend aus buddhistischer Stupa und hinduistischem Pavillon. Chinagarten mit Teehaus und Brücke aus Stein.
Nepal Himalaya Park, bestehend aus buddhistischer Stupa und hinduistischem Pavillon. Waldgarten mit Bank aus Stein im Hintergrund und exotisches Pflanzen.

Kräutergarten

Im Anschluss gelangen Besucher in den Duft- und Kräutergarten. Zahlreiche, teils selten gezeigte Duft-, Heil- und Kräuterpflanzen entfalten hier ihre Aromen und geben Einblicke in die traditionelle Pflanzenkunde. Ein weiterer, naturnah gestalteter Gartenteil zeigt heimische Waldpflanzen, die sich im Laufe der Zeit frei entwickeln dürfen und so einen Eindruck mitteleuropäischer Waldlandschaften vermitteln. Zwei kleinere Bereiche widmen sich zudem japanischen und amerikanischen Waldstauden und erweitern den botanischen Horizont des Parks.