Mückenfreier Urwald
Wenn jetzt noch ein Tiger durchs Dickicht schleichen würde, wäre der Eindruck des indischen Urwalds perfekt. Gerade mal vier Jahre nach seiner Bepflanzung präsentiert sich der Bambusgarten in üppigem Grün. Die gut 25 verschiedenen Arten und Sorten der verholzenden Süßgräser, deren Blattwerk sich mehrere Meter hoch in den Himmel windet, schmiegen sich um den idyllischen Teich mit den Moai-Figuren von den Osterinseln. Eigentlich müssten sich hier Schwärme von Mücken tummeln, doch Fehlanzeige. Das Geheimnis dahinter schwimmt nahezu unbemerkt im Wasser. Japanische Reisfische, die im Land der aufgehenden Sonne auch „Koi des armen Mannes“ genannt werden, haben einen gewaltigen Insekten-Hunger und bescheren den Besuchern auf diese Weise einen „stichfreien“ Spaziergang im Bambus-Urwald.
© Stefan Gruber, Text · © Olaf Grabner, Fotografie




